Das ist vorbei!
Informationen zur Corona Variante „Stratus“
Stratus für Grossteil der Infektionen verantwortlich
Nach der Omicron-Mutation „Nimbus“ hat sich im Herbst 2025 die Mutation „Stratus“ in Mitteleuropa durchgesetzt und „Nimbus“ weitgehend verdrängt. Das bestätigen Abwasser Untersuchungen wie auch das Deutsche Robert Koch Institut (RKI).
Laut Robert Koch-Institut (RKI) macht Stratus (Variante XFG) in Deutschland mittlerweile 84 Prozent der nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektionen aus. Im August 2025 waren es noch 64 Prozent. Stratus hat somit die Corona-Variante Nimbus (NB.1.8.1) abgelöst, die zuvor besonders oft aufgetreten war. Nimbus hatte im August laut RKI einen Anteil von 24 Prozent an den nachgewiesenen Infektionen.
Das Corona-Virus passt sich kontinuierlich an, sagte Dr. Henning Grüll vom Institut für Virologie der Uniklinik Köln. Es gibt also ständig neue Virus-Varianten. Bei einigen von ihnen – etwa wenn sie sich möglicherweise schneller ausbreiten – schaue man dann genauer hin.
Denn die sogenannte Stratus-Variante (XFG) steht unter Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie wird in Medien auch als eine „Frankenstein-Variante“ bezeichnet, weil sie sich aus Mutationen verschiedener Omikron-Subvarianten zusammensetzt. Stratus ist eine Rekombinante der Linien LF.7 sowie LP.8.1.2 und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ende Juni 2025 als "Variante unter Beobachtung" eingestuft.
Bislang gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass Stratus zu schwereren Erkrankungen oder einer erhöhten Sterblichkeit führt als andere Varianten, die im Umlauf sind.
Für das weitere Infektionsgeschehen im Herbst und Winter habe das aktuelle Alleinstellungsmerkmal von Stratus wenig Auswirkungen. „Auch wenn die lokalen Beschwerden etwas heftiger ausfallen können, in diesem Fall Halsschmerzen, bleibt Corona eine von vielen Erkrankungen in der Herbst/Winter-Saison", sagte der Deutsche Epidemiologe Timo Ulrichs. „Wichtig ist, dass die Corona-Impfung auch hier schwere Verläufe verhindern oder abmildern kann.“
Aktuelle Information der Regierung zu Impfungen
Schutz durch Impfungen gegen RSV, Grippe und COVID-19
Liechtensteins Regierung informierte in einer Aussendung im Herbst 2025 über die aktuellen Impfangebote.
Vaduz (ots) - Mit dem Beginn der kühleren Jahreszeit nehmen Atemwegsinfektionen
deutlich zu. Zu den häufigsten Erregern zählen das Respiratorische
Synzytial-Virus (RSV), das Coronavirus (SARS-CoV-2) und Grippeviren. Gegen alle
drei Infektionen stehen wirksame Impfungen zur Verfügung.
Empfohlen werden die Impfungen für ältere Menschen, Personen mit chronischen
Erkrankungen sowie - im Fall von RSV - für Säuglinge und deren enge
Kontaktpersonen. Der ideale Zeitraum für die Impfungen gegen COVID-19 und Grippe
ist ab Mitte Oktober bis Mitte Dezember. Bei RSV empfiehlt sich die Impfung bis
Mitte November. Die Impfungen werden in Arztpraxen angeboten. Die Kosten für die
Impfungen werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen,
vorbehaltlich die gesetzlich vorgesehene Kostenbeteiligung.
Bezüglich empfohlener Schutzimpfungen - einschliesslich der RSV-Impfung für
bestimmte Risikogruppen - beraten individuell die Hausärztin oder der Hausarzt.
Frühere Informationen zu Covid-19 und Mutanten
Medien: Neue Covid-Variante LP.8.1.
BAG: Kein Grund zur Sorge
Aus: 20min.ch vom 27. Mai 2025
In den USA ist die Corona Variante LP.8.1. mittlerweile für 55 Prozent der Fälle verantwortlich. Im Vereinigten Königreich macht sie etwa 60 Prozent der Fälle aus, wie «The Conversation» berichtet. Der Schweizer «Blick» schreibt im Mai 2025, dass die Variante auch in Schweizer Abwasser festgestellt wurde.
Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigte demnach gegenüber dem «Blick»: «Viren der Variantengruppe LP.8 werden seit mehreren Monaten im Abwasser in der ganzen Schweiz nachgewiesen, mit steigender Tendenz.» Demnach betrage der Anteil von LP.8 an der gesamten Virenlast im Abwasser zurzeit zwischen 30 und 60 Prozent, je nach Region.
LP.8.1 weist Mutationen an sechs Stellen auf. Es wird angenommen, dass eine dieser Mutationen, es dieser Variante ermöglicht, sich im Vergleich zu anderen Varianten leichter zu verbreiten, so ein Forscher der Mikrobiologie der Universität in Sydney. Zudem ist die Variante etwas besser gegen bisher zugelassene Impfstoffe gefeit.
Geringes Risiko
Allerdings scheinen die Symptome von LP.8.1. nicht schwerer zu sein als andere Varianten. Deshalb stuft die WHO das zusätzliche Risiko für die öffentliche Gesundheit durch die LP.8.1 als gering ein.
Laut dem Schweizer BAG bleibe die bestehende Covid-19-Impfempfehlung weiterhin gültig. «Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf sollten sich gemäss den aktuellen Empfehlungen impfen lassen.» Dazu gehören Personen ab 65 Jahren, und Personen ab 16 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen oder Trisomie 21 sowie Schwangere.