APM-Praxis für Akupunktur-Massage - Harald Reiterer

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Ein Special zum Thema Akupunktur- Massage


Der Radloff-Klassiker - die Reis-Diät

 

Es vergehen wenige Tage, an denen nicht zumindest einmal in der Praxis das Thema Ernährung oder gar Diät zur Sprache kommt. Weil therapeutisch meist empfehlenswert, der Klassiker ist die Reis-Diät von Klaus Radloff.

Vier Tage Reis und nur Reis, und der Magen-Darm Trakt zeigt meist Zeichen der Besserung. 

 

Hier eine kurze Beschreibung der Reis-Diät von Klaus Radloff:


Ernähren Sie sich etwa 4 Tage ausschliesslich von weissem, leicht gesalzenem Reis. Am besten eignet sich dazu Basmati- oder Parfümereis. Bei der Bezeichnung „Parfümereis“ handelt es sich übrigens um eine schlechte Übersetzung aus dem Chinesischen, da heisst er „Duftender Reis“ oder wegen seinem hohem Anteil an Schleim auch „Klebereis“. Diesen Reis können Sie so kochen, wie Sie ihn aus chinesischen Restaurants kennen oder auch als Suppe zubereiten. Trinken können Sie dazu Tee oder Wasser. Auch Kaffee ist erlaubt, der übrigens nach neueren Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wieder zu den Getränken zählt, die der Flüssigkeitszufuhr dienen.

Reis enthält nur wenige Kohlenhydrate, denn aus 100 Gramm Trockenreis entstehen nach dem Kochen etwa 300 Gramm fertige Nahrung. Er vermindert deutlich und relativ schnell Reizzustände des Verdauungssystems. Er stellt es ruhig wie ein Gipsverband einen gebrochenen Arm. Darüber hinaus entwässert und entgiftet er den Körper und ein paar Pfunde könnten Sie bei dieser Diät auch noch verlieren. Reis könnte schon allein deshalb „diätetisch wertvoll“ sein. Darüber hinaus macht Reis glücklich, denn Chinesen die Reis besitzen und deshalb nicht hungern müssen, betrachten sich als glücklich.

Mögen die vorgeschlagenen 4 Tage für die „Reiskur“ letztlich auch mühsam und endlos erscheinen, Sie werden dafür belohnt!

Fast alle Symptome, die aus dem Darm stammen werden dadurch zunächst ausgeschaltet. Hexenschüsse, Schmerzen der Hüft- und Kniegelenke, die die Folge von Störungen des Darms sind, vermindern sich so deutlich. Sollte dies nicht der Fall sein, muss nach einer anderen Ursache für die Beschwerden gesucht werden. Als Sonderfall sollte auch an das möglicherweise Vorliegen einer parasitären Erkrankung gedacht werden.

Dazu kommt noch ein weiterer Vorteil der Reiskur, Ihr Darm wird in einen Zustand versetzt, der mit dem vor der „ersten Zigarette“ vergleichbar ist. Alle Lebensmittel die für Sie unverträglich sind werden nun vom Körper in nur wenigen Minuten nach ihrer Zufuhr von ihm deutlich reklamiert. Deshalb sollte keinesfalls der Fehler begangen werden, gleich im Anschluss an eine Reiskur eine komplette Mahlzeit mit vielen Nahrungsmitteln zugleich einzunehmen. Ein Lebensmittel sollte deshalb nach dem anderen im Abstand von mindestens 20 Minuten konsumiert werden. Die für Sie unverträglichen Nahrungsmittel entwickeln in dieser kurzen Zeitspanne eine Symptomatik, die eben zuvor nicht vorhanden war. So können die für Sie unverträglichen Nahrungsmittel erkannt und zukünftig vermieden werden. Wichtig, gewöhnen Sie sich an den Gedanken, dass Ihr Körper stets sofort reagiert und dass es keine Zufälle gibt.

An dieser Stelle noch ergänzend ein Tipp von Klaus Radloff: „Bei meinen Begründungen für unproblematische Ernährung orientiere ich mich an chinesischen Beispielen, wie beispielsweise ‚man isst nichts Kaltes’ und höre dann vielfach vorwurfsvoll, dass wir Westler keine Chinesen seien und gänzlich andere Bedürfnisse hätten. Wirklich? Lassen Sie uns in dieser Hinsicht einen Rückblick in die europäische Vergangenheit unternehmen. So etwa um die vorletzte Jahrhundertwende haben Mütter zum Frühstück ihren Kindern eine warme Mahlzeit vorgesetzt. In Deutschland war das der Haferbrei, in der Nordschweiz Rösti, gebratene Kartoffeln und in der Südschweiz, Frankreich sowie in Norditalien Polenta, ein aus Maismehl gekochter Brei. Wo ist da der Unterschied zu den chinesischen Ansichten? Naja, wir sind eben moderne Menschen, die sich auch modern, morgens mit Cornflakes und kalter Milch ernähren. Das werden die Chinesen auch noch lernen. Dafür sorgt die Werbung der internationalen Lebensmittelindustrie.“

 

 

Entnommen ist die Textpassage aus dem inzwischen auch als e-book erhältlichen neuen Buch von Klaus Radloff mit dem Titel:

Die chinesische Medizin kennt keine orthopädischen Krankheiten

Ein Buch das für Patienten und Therapeuten gleichsam interessant und spannend ist. Patienten lernen die Sichtweise der Akupunktur Massage nach Radloff kennen und erhalten einen Einblick in unkonventionelle Behandlungsansätze mit verblüffender Wirkung. APM TherapeutInnen erfahren die neusten Erkenntnisse aus der Praxis von Klaus Radloff. Dabei werden sie angeregt, die eigenen Konzepte kritisch zu hinterfragen. Das Buch ist auch als Geschenk für liebe Patienten bestens geeignet!

Viel Vergnügen beim entdecken

Peter Jeker

 

Verlag BoD, 
ISBN: 978-3-8370-9029-1

Weitere Literaturempfehlungen

Udo Pollmer, „Vorsicht Aromastoffe“, rororo

Udo Pollmer, „Prost Mahlzeit, Krank durch gesunde Ernährung“. KiWi Verlag