APM-Praxis für Akupunktur-Massage - Harald Reiterer

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Komplementär-Therapie: Umstellung auf Tarif 590

Mit dem Jahr 2017 begann für die landesweit rund 20.000 in der Schweiz und in Liechtenstein tätigen Therapeutinnen und Therapeuten die Umstellung auf den einheitlichen Tarif 590. Die Krankenversicherungen verfolgen mit dieser einheitlichen Tarif-Vorgabe eine Verbesserung der Abrechnung. Zudem wird die Leistungsabrechnung im Rahmen der Zusatzversicherungen damit übersichtlicher und transparenter für die Patientinnen und Patienten.

Mail-Adressen für die Abrechnung in FL:

Concordia:   liechtenstein@concordia.li

FKB      info@fkb.li  

SWICA:      swica@swica.ch

Die APM-Praxis hat die Vorbereitungen dazu durchgeführt und stellt per 1. Dezember 2017 die Abrechnung der Leistungen auf den neuen Tarif 590 um.

Was sich ändert?

Die Rechnungen über die erbrachten therapeutischen Leistungen werden auf das einheitliche Format der Krankenkassen-Abrechnung umgestellt. Darauf sind detaillierte Informationen über die erbrachten Leistungen und Zeiteinheiten angeführt.

Online-Abrechnung - via Mail Papier sparen

Ein Patienten-Vorteil ist auch die Möglichkeit, die Abrechnung und das Formular zur Rückvergütung als PDF direkt per Mail zugeschickt zu bekommen. Die Abrechnung muss jedoch nicht mehr ausgedruckt werden, sondern kann auch per Mail an die eigene Krankenversicherung sozusagen elektronisch weiter geschickt werden. Das spart nicht nur Zeit, auch Porto und vor allem Papier. (Hier links die Mail-Adressen).

Sollte die Email Adresse Ihrer Krankenversicherung hier nicht angeführt sein, fragen Sie einfach per Telefon beim Kundendienst der jeweiligen Krankenversicherung nach. 


Winterzeit – Nierenzeit 

Rohkost und Zitrusfrüchte meiden

Die Monate Dezember und Januar sind die Zeit der Wandlungsphase Wasser. Die Funktionskreise Blase und Niere haben jetzt ihre meiste Energie: das höchste Yin! Die Wärme im Körper und die Abwehrkraft sind wesentlich von diesem Funktionskreis abhängig.

Wärme im Körper - Verlust durch Zitrusfrüchte und häufiges Essen

Die Heizung im Körper, das "Feuer der Lebenspforte" oder "ming-men huo", welches in den Nieren sitzt, läuft auf Hochtouren. Dieses Nierenfeuer ist die Grundlage für die Verdauungskraft des Milz-Pankreas-Systems. Wenn dieses Feuer schon im Herbst, oder das ganze Jahr hindurch übermässig erschöpft wird, fehlt im Winter wesentliche "Heizenergie".

Schwer verdauliche, kalte Nahrungsmittel, wie Rohkost, Zitrusfrüchte (Mandarinen, Clementinen und Orangen) und Anderes mehr, kühlen nach der chinesischen Energielehre den Körper stark aus und beanspruchen das Feuer des Milz-Pankreas-Systems und somit das Feuer der Lebenspforte. Zuviel und zu häufiges Essen und dadurch ein ständig arbeitender Verdauungstrakt, benötigen zusätzlich übermässige Verdauungswärme des Milz-Pankreas-Systems. Scharfes Essen begünstigt diesen negativen Effekt durch vermehrtes Schwitzen, was den Körper wiederum zusätzlich auskühlt.

Abwehrkraft - Immunsystem im Darm

Etwa 70% unseres Immunsystems sitzt in der Darmschleimhaut. Der Dickdarm steht in einer energetischen Opposition zur Niere (nach der aus der Akupunktur bekannten Regel Mittag-Mitternacht). Erschöpft sich das Nieren-Feuer, hat das direkte Auswirkungen auf den Dickdarm und dadurch auf unsere Abwehrkraft. 

Auch physiologisch leidet der Dickdarm unter ungenügend verdauten Nahrungsresten (spätes Essen). Die Gär- und Faulgase, z.B. Methan- und Benzolalkohole, belasten dann die Darmflora und wirken sogar aggressiv.

Warmes Essen spart Nieren-Energie und stärkt die Abwehrkraft

Dreimal täglich warmes Essen schont die Verdauungssäfte und damit das Nierenfeuer und die Darmflora. Dies verbessert unsere Abwehrkraft und damit unser Immunsystem! 

Unterstützende Massnahmen zur APM-Behandlung: Moxa wirkt fast Wunder!

Der Einsatz von Moxa-Zigarren, gerade bei Kältesymptomatiken, wirkt tatsächlich Wunder. Oft sind kalte Hände und Füsse, Darmschmerzen bis hin zu Menstruationsbeschwerden, daraus resultierenden Symptome. 

Nachdem durch eine manuelle Punktbehandlung der entsprechenden Punkte eine positive Wirkung erzielt wurde, kann mit Moxa intensiviert werden. Klienten können sich entspannen, schlafen ein, oder fühlen sich ganz einfach aufgewärmt. Zusammen mit der konsequenten Warmkost und einigen Moxa-Anwendungen verschwinden Kältesymptomatiken schnell und anhaltend. 

 


Wärme für das Nieren Qi

Dazu hier meine Rezept-Empfehlung für ein wärmendes Frühstück mit Reis und Apfel:
Für das "etwas andere Müsli" einen kleineren Apfel in kleine Stücke schneiden, ein Stück Butter in die warme Pfanne geben und die Apfelstückchen darin etwa 1 Minute andünsten, reichliche Zimtpulver und einen Esslöffel Honig dazugeben, dann eine Portion gekochten Reis (am Vorabend mit ein wenig Salz gekocht) darunter rühren und das ganze noch etwa 1 Minute anwärmen. Fertig ist das wärmende und wohlschmeckende Frühstück.

Gemüsesuppe - salzige Wärme für das Nieren Qi
In China isst man Suppe oder auch Reis schon zum Frühstück. Die wärmende Wirkung einer leicht salzigen Gemüsesuppe kann man aber auch unter Tags geniessen. 1-2 Karotten in kleine Stücke schneiden, etwas Jungzwiebel, eventuell noch mehr Gemüse (eine geschälte Kartoffel, etwas Blumenkohl usw.) in einer klaren Suppenbrühe kurz kochen. Guten Appetit!
 


Ingwer Tee gegen Erkältung

Der scharfe Geschmack des Ingwer kann jetzt in der kalten Jahreszeit innere Wärme und damit einen Ausgleich bringen. Ingwer ist nicht nur ein wunderbares Gewürz, das nach dem Mitkochen eine leichte Schärfe und damit kulinarisches Feuer in allerlei Speisen bringt.

Die braune Knolle entfaltet ihre heilsame Wirkung vor allem für den Magenbereich und lindert Übelkeit. Für die kalte Jahreszeit stärkt Ingwer auf angenehme Art die Immunkräfte, zum Beispiel in einem Tee.

Ich empfehle bei ersten Anzeichen einer Verkühlung ein bis zwei Tassen Tee mit Ingwer. Dazu nimmt man ein Stück frischen Ingwer, den es in den meisten Gemüseabteilungen gibt. Die graubraune Schale kann man mit einem Kartoffelschäler entfernen oder auch dran lassen, denn diese Schicht enthält wertvolle Inhaltsstoffe. Ein dünnes Stück von der Ingwer-Wurzel abschneiden und mit dem Tee (zum Beispiel Grüntee oder Kräutertee) zum Aufbrühen in die Tasse geben. Dann 6 bis 10 Minuten ziehen lassen und den leicht scharfen Tee heiss trinken.

Gleich danach breitet sich ein Gefühl der inneren Wärme aus. Das sollte die aufziehende Grippe besiegen, sonst wiederholen. Nach dem Austrinken kann man das Stück Ingwer auch essen, wem es nicht zu scharf ist.

Gesundheit!


Eidgenössische Anerkennung Komplementär-Therapie

Die Methode APM-Therapie, Akupunktur Massage nach Radloff wie auch Akupunkt-Massage nach Penzel, ist seit 2015 offiziell vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI als Gesundheitsberuf der KomplementärTherapie anerkannt.

Diese Anerkennung ist das Ergebnis einer über zehn Jahre dauernden Berufsentwicklung der Gesundheitsberufe der KomplementärTherapie und der Alternativmedizin.

Entsprechend dem gesetzlichen Auftrag des Bundes haben die OdA KT für die  Komplementär-Methoden und die OdA AM für die Methoden der Alternativ-Medizin die Grundlagen für diese Reglementierungen erarbeitet und beim Bund eingebracht.

Höchste Ausbildungsstufe für diese in der Schweiz anerkannten Gesundheitsberufe ist das eidgenössischem Diplom, das ich aufgrund meiner Ausbildungen, Prüfungen und beruflichen Kompetenzen seit 2016 nun führen darf.

Die Grundlagen und Voraussetzungen für den neuen Beruf KomplementärTherapeut sowie Berufsbild und Prüfungsordnung sind auf der Webseite der OdA KT publiziert und können dort eingesehen werden. Dort findet sich ebenso eine Übersicht zu den anerkannten Fachrichtungen sowie eine umfassende Liste von eidgenössisch anerkannten TherapeutInnen.

Durch die offizielle Anerkennung der Methode APM-Therapie als Methode der KomplementärTherapie erfolgte eine wichtige gesamtschweizerische Anerkennung dieser Therapie im Gesundheitswesen.


Herbst – Metall-Zeit

Atmung stärkt das Immunsystem

Der Herbst bringt uns mit der Wandlungsphase Metall eine Zuwendung zum Yin. So wie die klare Herbstluft an manchen Tagen die Welt zum Beispiel in den Bergen kristallklar zeigt, so steht diese Phase der fünf Elemente für Klarheit und Ordnung, für das harmonische Wechselspiel von Innen und Aussen im Sinne von Abgrenzung. Die Natur wird dominiert von Trockenheit, das richtige Mass an Schärfe passt jetzt zum Geschmack.

  Herbst-Blick von den 'Drei Schwestern' übers Rheintal

Unter Metall versteht die Chinesische Philosophie das Erz, die verborgenen Schätze. Nach der Chinesischen Medizin beherrschen die Organe Dickdarm und Lunge die Wandlungsphase Metall. Über beide Organe treten wir mit unserer Umwelt in Kontakt, die Abgrenzung erfahren wir durch unsere Haut. Es ist auch die Zeit der Lymphgefässe, eine Massage tut jetzt besonders gut.

Jetzt vor allem die Lunge stärken durch die Aufnahme von Qi aus der Luft unddamit unseren individuellen Schutz, unser Immunsystem kräftigen. Durch tiefe und entspannte Atmung (mit Yoga, Tai Qi oder Qi Gong) können wir jetzt unsere Abwehrkräfte (das Wei Qi) stärken.

Psychisch gesehen steht im Mittelpunkt des Metallelements die Trauerarbeit, auch das Loslösen und Loslassen von Vergangenem. Das befreit die blockierten Energien und schafft Dynamik für neue Pläne und Vorhaben.

Die Wandlungsphase Metall steht auch für Gerechtigkeit und vor allem für Ordnung. Ihre Farbe ist weiss.
 


Spätsommer – Erde-Zeit

Süsses tonisiert die Milz - zu viel davon macht sie nass

Der Spätsommer hat Einzug gehalten. Je nachdem ob als Rechenbeispiel der 18 Tage Dojo-Zeit zwischen Sommer und Herbst oder wie wir es auch als eigene Jahreszeit zwischen Mitte August und Mitte September empfinden, nach der Sommerhitze die warme Zeit des Spätsommers, in der die Feuchtigkeit eine grosse Rolle spielt.

Das Feuchte ist das Kennzeichen des Erd-Elements. Die Erde transformiert, sie wandelt um und bietet damit die ideale Grundlage für das Wachsen, für die Mitte und Grundlage aller Lebensprozesse. Ihre Farbe ist das Gelb, das Goldgelb und der Geschmack das Süsse. In unserem Körper spiegelt sich das Element Erde in Magen und Milz/Pankreas, sie zerlegen die Nahrung in Rein und Unrein und bereiten die Körpersäfte auf.

Wenn die Körpermitte zunimmt
Das Süsse tonisiert die Milz, macht sie warmherzig und entspannt. Doch zu viel davon ist auch nicht gut. Da der süsse Geschmack auch Feuchtigkeit bildet, gleichzeitig Süsses die Speicherung anregt, ist der Zusammenhang von Süssigkeiten und Übergewicht ein allgegenwärtiges Thema. Bekommt die Milz aus chinesischer Sicht zu viel Süsses, wird sie nass und damit geschwächt. Die Folge meist Übergewicht.

Psychisch gesehen fördert das Erd-Element kräftige Wurzeln, eine Ruhe in der eigenen Mitte. Sorgen und Grübeln stören und schwächen das Erd-Element und verlangen nach mehr Süssem (Heisshunger), was spontan beruhigend wirkt. Immer mehr davon, legt sich an in Form von Feuchtigkeit und Speichergewebe. So schliesst sich der Kreis und dann in der Folge der meist immer enger werdende Gürtel um den Bauch.

Dies lässt sich bisweilen an den Zusammenhängen beobachten, dass von Stress oder auch Sorgen geplagte Menschen ein Übergewichtproblem herumschleppen, ohne dass sie mehr essen. Ähnliche Zusammenhänge erklärt auch der Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer in seinen Büchern und Fernsehauftritten, in denen er, mal mehr oder weniger humorvoll, den Diät-Wahnsinn anprangert.

Weil uns der Spätsommer den Menüzettel mit süssen Früchten und Speisen bereichert, hier eines der wohl köstlichsten Rezepte für einen kulinarischen Ausflug in diese Jahreszeit.

Zwetschken-Knödel Rezept
Der Spätsommer bringt uns jahreszeitlich herrlich süsse Früchten und einer ganzen Reihe von Süssspeisen, von denen ich hier stellvertretend eines meiner Lieblingsgerichte vorstelle: Österreichische Zwetschken-Knödel.

500 g gekochte und geschälte Kartoffeln werden durchpassiert und mit 100 g glattem Mehl, einem Ei und einem 40 g Stück Butter sowie einer Prise Salz vermischt und zu einem lockeren Teig geknetet (für Hobbyköche geht es auch mit Fertigteig). Mit der Teigmasse eine Rolle bilden und davon dicke Scheiben abschneiden, die mit den gewaschenen und abgetrockneten Zwetschken gefüllt und zu Knödeln geformt werden. Das Formen geht mit nassen Händen einfacher. In leicht kochendem und leicht gesalzenem Wasser 5 Min. kochen und dann den in gerösteten Butterbröseln vorsichtig wälzen. Vor dem Servieren mit Staubzuckern bestreuen.

Zubereitung der gerösteten Butterbrösel: 2 - 3 Stück Butter in der Pfanne zergehen lassen und etwa 200 g Semmelbrösel dazugeben und unter ständigem Umrühren goldgelb anrösten, etwas Zucker dazugeben, der leicht karamellisieren kann. Nicht zu lange rösten!

Gutes Gelingen!  


Der Sommer im Zeichen von Herz und Feuer

Der Sommer ist voll feuriger Dynamik und Wachstum. Diese Jahreszeit steht im Zeichen des Feuer-Elements, es ist die Zeit des „Grossen Yang“, nach der Chinesischen Medizin von Herz und Dünndarm sowie San Jiao und Perikard. Wir erleben eine feurige Farbenpracht in der Natur, wohlriechende Düfte, das erfreut unser Herz. 

Auch die Ernährung steht im Zeichen der sommerlichen Feuerhitze, mit Fleisch vom Grill und einem Schluck Wein. Wir Menschen öffnen uns nach aussen und verbringen viel Zeit in der freien Natur. Wir erfreuen uns an langen Tagen mit viel Sonnenschein und blauem Himmel und an lauen Sommernächten. Es ist die Zeit von Gartenfesten und geselligem Beisammensein. 

Feurig bitter ist jetzt der angenehme Geschmack unserer Speisen und Getränke. Das Fleisch der Wandlungsphase Feuer ist das Lamm, die Getreidesorte Hirse. Als Getränke schätzen wir jetzt besonders Bitteres, vor allem Kaffee und Tee. Diese Getränke mit ihrem bitteren Geschmack wirken Hitze senkend – bekannt aus den heissen Ländern, wo tagsüber jedem Gast heisser Tee gereicht wird. Das kühlt und stillt den Durst. 

Aber auch die bittere schwarze Schokolade soll hier einmal hervorgehoben werden und ihr überaus günstiger Einfluss auf das Herz (wieder Verbindung zum Feuer-Element). Nach einer Studie aus der Schweiz wird der schwarzen „Schocki“ eine vorbeugende ja sogar heilsame Wirkung auf Herz und Kreislauf bestätigt – wie das aus anderer Sicht auch einem Glas Rotwein am Tag bestätigt wird – aber eben nur 1 Glas.  


Schwarze Schokolade: Genuss- oder auch Heilmittel?

Schokolade gilt als Genussmittel und wird sogar als eine Sünde wider die Gesundheit bezeichnet. Die süsse Verführung steht bei der Zahnheilkunde allgemein in der Kritik als Faktor für Karies. Allgemein unterstellt man ihr die Förderung von Übergewicht und dessen Folgen wie Bluthochdruck und Zuckerkrankheit.

Allen bisherigen Warnungen der Ärzte vor dem Genuss von Schokolade zum Trotz zeigen neue Forschungsergebnisse nun ein anderes Bild. In einem Fachartikel des Herz-Kreislaufzentrums am Universitätsspitals Zürich wird die süsse Sünde rehabilitiert.

Zunächst haben Chemiker in der Schokolade interessante Substanzen entdeckt, insbesondere Flavanoide, d.h. natürliche Antioxidatien. Seit sich der oxidative Stress zu einem wichtigen Faktor für die Organalterung wie auch Entstehung der Gefässverkalkung und ihrer Folgen etabliert hat, wurde das verpönte Genussmittel plötzlich auf mögliche medizinische Wirkungen hin untersucht. So haben verschiedene Gruppen zeigen können, dass schwarze (jedoch nicht weisse) Schokolade bei Gesunden als auch bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren die Endothel-abhängigen Relaxationen zumindest in der Vorderarmzirkulation verbessern und die Aktivierung der Thrombozyten hemmen.

Dazu kam kürzlich noch eine weitere Überraschung: Eine italienische Forschungsgruppe konnte zeigen, dass – entgegen der bisherigen ärztlichen Wahrnehmung – schwarze Schokolade die Glukosetoleranz bei Gesunden und bei Hypertonikern sogar verbessert und zu einer Erhöhung der Insulin-Sensitivität führt.

Ist nun das Genussmittel, von dem alle Ärzte warnen, plötzlich sogar ein Heilmittel? Lesen Sie hier den ganzen Fachartikel zur schwarzen Schokolade im pdf-Format.


Das Frühjahr im Zeichen des Holz-Elements

Das Frühjahr ist steht im Zeichen des Holz-Elements und damit der Funktionen und Leitbahnen von Leber und Galle. Sie stärken die frühlingshafte Aufbruchstimmung, alle Pläne, Visionen, die Kreativität beziehen ihre Kraft aus dem Holzelement. 

„Vorsicht, es geht ein kalter Wind“, sagen da oft ältere Leute und meinen damit eine gewisse Anfälligkeit für Verkühlungen und ein steifes Genick. Tatsächlich zieht der Gallen-Meridian über Nacken und Schulter und ist dort für kalten Wind angreifbar, was in dem wichtigen Akupunkturpunkt „Wind Teich“ (Gb 20 - Fengchi) seinen bildhaften Ausdruck gefunden hat. 

"Sauer macht lustig!" - Zur Ernährung: Die Kraft des Frühlings bezieht man in diesen Monaten aus allen Nahrungsmitteln mit saurem Geschmack, sie werden dem Holzelement zugeordnet. Fast alle sauren Lebensmittel haben eine erfrischende Energie, was für die Holz-Organe (Galle und Leber) äusserst günstig ist. Ihre Wirkung besteht darin, die Säfte des Körpers zu bewahren und die Substanz zu festigen. 

Die jährliche Erneuerung im Frühling beschert uns körperliche und emotionale Flexibilität (biegsam wie junges Holz), auf welche die Holzorgane Leber und Gallenblase bei ihrer Entgiftungs- und Verdauungsfunktion angewiesen sind. 


Gesundheits-Tipp: Das Apfeltee Rezept 

Hier mein Gesundheits-Tipp zu fast jeder Jahreszeit: Entgiften und entschlacken Sie den Körper mit meinem leicht süssen Apfel-Tee. 

Man nehme: 

1 Apfel – Sorte: Ida Red oder Cox-Orange, einen Apfel mit dem Gurkenhobel in dünne Scheiben schneiden,

2 – 3 cm Zimt-Stange und 3 – 7 Stück Zimt-Nelken 

1 Liter kochendes Wasser darüber giessen, dann 15 – 20 Min ziehen lassen und abseihen.

Trinken Sie davon mindestens einen Liter pro Tag und das über eine Woche lang. Sie werden sich frisch fühlen und den Herbst als gesunde Jahreszeit erleben und geniessen.  J  
 


Weitere Informationen zum Thema APM-Therapie


Symposium zu ADHS
 


Das Aufmerksamkeits- bzw. Hyperaktivitäts-Syndrom AD(H)S stand im Mittelpunkt des 5. ASCA Forums am 14. November 09 im Züricher Volkshaus. 500 TherapeutInnen konnten sich interdisziplinär-fachübergreifend über den aktuellen Stand in der Diagnose und Behandlung informieren.

Kindern und Jugendlichen mit AD(H)S fehlt gewissermassen der Filter, um aus der Vielzahl von Eindrücken im täglichen Leben etwa für eine gestellte Aufgabe die wesentlichen Gedanken zusammenzufassen. 3 bis 5 Prozent sind betroffen. Hauptproblem dieser Kinder und Jugendlichen ist eine Reizüberflutung, weshalb sie meist „gereizt“ reagieren, aber auch mit grosser Unsicherheit, im höheren Altern dann zum Teil mit Aggression.

Wichtiger als Medikamente sind bei ADHS Verständnis, aber auch Zuwendung und Hilfe sowie vor allem ganz klare Strukturen, klare Aufträge oder auch immer wiederkehrende Abläufe, die Sicherheit geben. So lassen sich durch klare Strukturen auch die Begleitsymptome wie Störungen im sozialen Verhalten von Eltern. Lehrern und Therapeuten leichter in den Griff bekommen. Denn jede ADHS-Situation ist individuell unterschiedlich, betonte Dr. Mercedes Ogal aus Brunnen. Sie stellt auf ihrer Homepage www.kinderarztpraxis-brunnen.ch auch Tipps für Eltern und Lehrer zur Verfügung. Vom „Zappelphillip“ bis zum „Hans guck in die Luft“, also vom unruhigen Kind bis zum verträumten spannt sich der Symptombogen.

   Akupunktur-Massge hilft bei ADHS 

Die Suche nach Ursachen und Auslösern für AD(H)S zeigt – über den gestörten Dopamin-Stoffwechsel hinaus – eine breite Palette von Erkenntnissen. So scheint den Kindern schon im Säuglingsalter gewissermassen Raum zu fehlen. Unterschiedliche Studien verweisen auf traumatische Erlebnisse, u.a. bei einer eingeleiteten und damit schnellen Geburt, die in der Therapie etwa durch das Heranführen an frühkindliche Bewegungsmuster aufgelöst werden können (Bernhard Prechter). Auch familiär-systemische Problemstellungen können auf Kinder übertragen solche Symptome auslösen, Erfahrungen mit der systemische Arbeit gekoppelt mit Homöopathie präsentierte Dr. Barbara Schmid vom ZIS in Aarau.

Das Messen der EEG-Hirnströme und die Beeinflussung der Hirnfrequenzen mit Neurofeedback wiederum, wie das Susanne Schmid-Grether vorstellte, liefert eindrückliche Ergebnisse. Fazit: Es gibt bei ADHS unterschiedliche Typen, auf die je nach Muster die Verabreichung von Medikamenten (wie Ritalin und Concerta oder das neue Strattera bzw. Dexamin) abgestimmt werden muss.

Und last not least wurden bestimmte Nahrungsmittel bzw. deren Unverträglichkeiten im Zusammenhang mit AD(H)S diskutiert. Hier im Zusammenhang auch die Verabreichung von Omega-Fettsäuren, was neuerdings oft als Alternative zu Ritalin (Methylphenidat) und anderen gesehen wird. Die von Dr. Elke Strauch vorgestellten Ernährungskomponenten kurz gefasst: Omega-3 hilft bei ADHS langfristig, Omega-6 bei Neurodermitis. Klarheit, ob etwa nötige Mineralsalze fehlen, schafft hier die Haaranalyse (Haarbüschel zur Analyse einschicken).

Links:

Dr. Mercedes Ogal (Kinderärztin und Naturheilpraktikerin)
www.kinderarztpraxis-brunnen.ch oder www.ogal.ch

ASCA Forum http://www.asca.ch/upload/pdf/14.9.09%20ASCA_ProgrammA3_2009.pdf

Buch zum Thema: „Wackelpeter und Trotzkopf“


Offen sein für den Erfolg

Wieso haben die einen Erfolg, die anderen nicht? Das ist kein Zufall, sondern erfahrbar im so genannten „U-Prozess“. Den vermittelte Erwachsenenbildner Niklaus Bayer am PräsidentInnen-Treffen der Methodenverbände des Schweizer Dachverbandes Xund bei einem Tagesseminar in Thalwil am Zürichsee.

Für TherapeutInnen wie auch für Verbände stellen sich zeitweise grundlegende Fragen: Wer bin ich, wer sind wir? Welches sind die richtigen Ziele? Ein nützliches Instrument ist da der U-Prozess, besonders wenn es um neue und deshalb schwierige Situationen geht. Dann heisst es oft: Her mit einem Konzept, und das wird dann meist auch sofort so umgesetzt. „Das ist eben der übliche Fehler“, erläutert Gruppentrainer Niklaus Bayer im Xund-Seminar. Aber wie sollte es anders gehen, mit diesem U-Prozess vielleicht?

  Trainer Niklaus Bayer erklärt den U-Prozess

Das Prinzip ist einfach: 7 Schritte, 4 Arten der Aufmerksamkeit und 3 Öffnungen. Das ergibt einen Prozess, der Erfolg verspricht. In einer Firma gehe das eine Woche oder auch ein halbes Jahr, erklärt Niklaus Bayer, der neben seiner Haupttätigkeit bei der Caritas St. Gallen ein gefragter Gruppentrainer ist. Für die über 30 Verbandsvertreter sei das jedoch an einem Tag ein sehr komprimierter kurzer Einblick in die U-Methode. Den Namen hat dieser Prozess von der grafischen Darstellung der einzelnen Schritte in einer U-Form, auf dem die 7 Schritte aufgezeichnet sind. Wesentliche Inhalte im Prozessablauf sind nach dem üblichen Sammeln von Ideen vor allem ein Dialog-Prozess im Zwischenschritt und dann das „Presencing“, in welchem den intuitiven Eindrücken Raum gegeben wird. Diese sind dann Grundlage für ein erstes sofort Ausprobieren, einen Prototypen. Erst danach wird das Ziel oder ein Produkt im Grossen verwirklicht.

Das verspricht Erfolg und lässt sich mit Bekanntem verbinden: Auch mal auf den Bauch hören, oder zuerst einen Versuch im Kleinen starten. Auch für den Dachverband Xund ein lohnender Prozess. Denn spontan entwickelten die PräsidentInnen kreative Ideen, was alles neu angegangen werden könnte, und zwar gleich, nächste Woche, nächstes Monat. „Ich habe noch nie ein so starkes Gemeinsamkeitsgefühl bei einem solchen Treffen erlebt, wie dieses Mal“, hiess es in der Schlussrunde. Das klingt doch schon sehr nach Erfolg, und das nach nur ein paar Stunden U-Prozess.

Die theoretische Grundlage kommt aus dem amerikanischen Führungs-Management und ist u. a. nachzulesen bei Otto Scharmer „Theorie U: Von der entstehenden Zukunft her führen“ (auf Deutsch: Heidelberg 2009).